BDP - Thüringen

Was war los beim BDP?

Die Sommerferien sind vorbei und damit wird es wiedermal Zeit für einen kleinen Bericht aus der ersten Jahreshälfte 2019. Über unsere Mitgliederversammlung und den Umzug in den Magdelstieg 13 hatten wir ja schon berichtet…

Haymatlos – Gedichte aus (post-)migrantischer Perspektive

Die Lesung am 17. Mai 2019, die der BDP zusammen mit decolonize jena! organisiert hat und die von weiteren Kooperationspartner_innen unterstützt wurde, war ein voller Erfolg. Etwa fünfzig interessierte Besucher*innen kamen im Haus auf der Mauer zusammen, um den aus Hannover und Erfurt angereisten Autor*innen Taudy Pathmanathan und Tamer Düzyol (gleichzeitig die Herausgeber*innen des Sammelbands „Haymatlos“) sowie Michaela Stumberger und Katja Kathrin Maurer zu lauschen.

 

Infostand und Malaktion bei „Dein Tag im Paradies“
Am 25.05.2019 war der BDP mit einem Infostand und einer Mitmachaktion für Kinder beim „Tag im Paradies“ vertreten. Die Kinder konnten mit Plakatfarbe auf kleine Leinwände malen oder diese mittels Schwammtechnik bedrucken.

Ehrenamtliche der Ortsgruppe Jena und unser Bufdi am Stand 🙂

Antifaschistische Wander- und Bildungstour in und um Jena
Am verlängerten Himmelfahrts-Wochenende (30.05. – 02.06.2019) hatte der BDP Thüringen e.V. Besuch von einer Gruppe des BDP Bremen-Niedersachsen e.V. Aus Bremen reisten ca. fünfzehn Jugendliche, die meisten von ihnen Geflüchtete aus dem Iran, und drei Jugendleiter*innen an. Aus Thüringen nahmen ca. zehn Jugendliche aus Jena, Arnstadt und Ilmenau teil – unter ihnen ebenfalls einige mit Flucht- oder Migrationserfahrung. Wir übernachteten im Jugendzentrum Treffpunkt in Lobeda-Ost.
Am Tag der Anreise richteten wir uns dort zuerst einmal häuslich ein, indem wir bspw. eine selbstgebaute Outdoor-Dusche installierten. Am zweiten Tag stand eine Wanderung nach Großlöbichau in Gedenken an das KZ-Außenlager und den Todesmarsch in Jena auf dem Programm. Ein Aktivist der FAU Jena begleitete und versorgte uns mit historischem Wissen hierzu. Am Samstag nahmen wir an einem Stadtrundgang von decolonize jena! zu Spuren der Kolonialgeschichte teil. Abends wurde gegrillt und in den Geburtstag des jüngsten Teilnehmers reingefeiert. Wir freuen uns, dass die Gruppen aus Bremen und Thüringen sich so gut verstanden haben und an weiteren gemeinsamen Veranstaltungen Interesse haben!


Stadtrundgang mit decolonize jena!

Räuberfreizeit im Hüttener Wald
Unsere Sommerwoche in Hütten ist leider vorbei – die Räuberfreizeit. Vier Alt- und acht Jung-Räuber*innen haben eine Woche lang die Wälder, Wiesen und Häuser rund um und in Hütten unsicher gemacht. Geschlafen wurde auf einem Campingplatz – Entschuldigung – in einem waschechten Räuberversteck in mehreren großen Tipis! Wir haben zusammen Feuer gemacht, gekocht, gegessen, gesungen, getanzt und gespielt. Aber vor Allem: zusammen Spaß gehabt. Das Wetter war sehr schön, wenn auch manchmal etwas zu warm, aber mit viel Schatten im Wald und der einen oder anderen Wasser-Schlacht war das gar kein Problem. Mit Räuberhüte basteln, Bogenbau, Schleichspielen und vielem mehr haben die alten die jungen Räuber*innen gut vorbereitet. Und es hat sich gelohnt! Nicht nur den einen oder anderen lohnenden Raubzug hatten unsere Neulinge zu verbuchen, sondern auch eine eifrige Jagd nach den geheimnisvollen Teilen der legendären Schatzkarte des Räuberschatzes von Hütten, den sie am Ende der Woche natürlich auch gefunden hatten.


Nach einem großen Festschmaus und vielen Räuberliedern und -tänzen war dann auch schon der letzte Tag da und keiner wollte das Räuberleben verlassen. Aber wenn‘s am schönsten ist, soll man aufhören: Nach einer Belehrung und Aufklärung, dass Rauben in der „echten“ Welt natürlich eher uncool ist, gab es noch die ein oder andere Planscherei im Pool des hiesigen Imkers, der so nett war, den Kindern etwas Abkühlung zu gönnen, und dann mussten auch schon alle nach Hause. Alles in allem eine sehr gelungene Woche mit viel Spaß und das nicht nur für die Jungräuber*innen!

Fahrt zum BDP-Sommercamp
Gleich im Anschluss ging‘s auf zum bundesweiten Sommercamp nach Neubrandenburg, wo wir eine Woche lang in und um das Alternative Jugendzentrum campieren, im Tollensesee schwimmen und super leckeres veganes Essen von unserer Frankfurter Küchen-Crew genießen durften.


Die Gruppe war super, eben bunt durcheinandergewürfelt. Junge Leute aus Griechenland, Deutschland, mit und ohne Migrationsbiografie, queer oder eher nicht, hatten einfach richtig viel Spaß zusammen. Trotzdem kamen auch ernste Themen nicht zu kurz. Jeden Tag gab es eine Menge inhaltlicher Workshops zu Themen wie: Polizeigewalt, Trans*-Identitäten, Menstruation, aber auch Praktisches/Sportliches wie Akrobatik, Thaiboxen, kreatives Schreiben, Siebdruck und T-Shirts batiken.
An einem Tag fand eine Exkursion in die KZ-Gedenkstätte Ravensbrück statt (ein anderer Teil der Gruppe fuhr nach Stettin). Für viele Jugendliche war es ihr erster Besuch in einem ehemaligen Konzentrationslager. Auch deshalb war uns eine intensive Vor- und Nachbereitung sehr wichtig. In der Gedenkstätte hatten wir zuerst die Möglichkeit, eigenständig das Gelände und die Ausstellungen zu erkunden. Im Anschluss beantwortete uns ein sehr kompetenter Mitarbeiter unsere Fragen. Viele aus der Gruppe haben Interesse, sich weiter mit dem Thema zu beschäftigen und bald auch Buchenwald bei Weimar zu besuchen.


Insgesamt war es trotz einiger Widrigkeiten (z.B. mit dem Abwassersystem des AJZ, das uns mindestens eine Nacht lang auf Trab hielt) ein sehr gelungenes Camp und wir sind nächstes Mal bestimmt wieder dabei!

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